Knappschafts Krankenhaus Bardenberg ( Bild des Tages )
Knappschafts-Krankenhaus Bardenberg [1110509], ursprünglich hochgeladen von acmelucky777
Bardenberg war geographisches Zentrum des Wurmreviers mit mehreren Kohlengruben. Das Unfallrisiko für die Bergleute war groß; im Zeitraum von 1818 bis 1879 sind 566 tödliche Grubenunfälle im Wurmrevier dokumentiert. Das größte Unglück ereignete sich im Jahre 1834 auf der benachbarten Grube Gouley in Folge eines Wasserdurchbruchs, bei dem 63 Menschen den Tod fanden. Dies gab den letzten Anstoß zur Bildung der Wurmknappschaft 1840 und zur Gründung des Krankenhauses am 1. April 1856 das Knappschaftskrankenhaus Bardenberg.
Die Wurmknappschaft mietete den früheren Gasthof Kolberg, der heute noch besteht und wieder als Gaststätte dient, und richtete in diesem Gebäude ein Krankenhaus mit 8 Betten ein. Bereits am Ende des ersten Betriebsjahres wurde die Ausstattung auf 18 Betten erhöht. Die Behandlung der Kranken erfolgte anfangs durch den Wundarzt 1. Klasse Dr. Laurenz Xaver Pesch, unterstützt durch einen Pfleger und eine Haushälterin.
1868 kaufte die Wurmknappschaft für 5.000 Taler das gegenüber dem Gasthof gelegene Bauer’sche Anwesen und dorthin zog nun das Krankenhaus. Die Zimmer waren geheizt, mit Petroleumlampen und Waschgelegenheiten ausgestattet. 19 Patienten – im Bedarfsfalle 28 – fanden Platz. 1878 wurde ein Operationssaal und ein Krankensaal für Schwerverletzte eingerichtet. Bettenplätze für 40 meist unfallchirurgisch zu versorgende Patienten waren nun vorhanden.
Seit 1899 waren auch Familienangehörige in die Krankenfürsorge einbezogen und konnten nunmehr wie auch nicht knappschaftlich Versicherte aufgenommen werden.

