Bergbau der Region

2006_09_21_arne_mueseler_0083, ursprünglich hochgeladen von Arne Müseler

Der Abbau durch das RWE-Tochterunternehmen RWE Power AG erfolgte bisher im ersten von zwei geplanten Abschnitten Garzweiler I und II. Garzweiler I betrifft das Gebiet östlich der Autobahn A 44, das Abbaugebiet Garzweiler II betrifft das westlich der A 44 gelegene Gebiet und ist mit 48 km² deutlich größer. Am 31. März 1995 genehmigte die Landesregierung NRW den Braunkohleplan Garzweiler II. Am 18. Juni 2006 griffen die Bagger auf das neue Gebiet über. Betroffen sind erstmals mit 40 km² Gebietsflächen der Stadt Erkelenz (Kreis Heinsberg).

2006_09_21_arne_mueseler_0106, ursprünglich hochgeladen von Arne Müseler

>>> Hier eine Diashow der Bilder von Arne Müseler <<<

Etwa ein Drittel der Stadtfläche wird beansprucht. 6,5 km² liegen auf dem Gebiet der Gemeinde Jüchen und etwa 1,5 km² auf Gebiet der Stadt Mönchengladbach, letztere wird somit auch erstmals vom Tagebau beansprucht. Der geplante Abbauzeitraum reicht von 2006 bis 2045.
Quelle: Wikipedia

Eine Fotodokumentation unserer Reise in die Umsiedlungsgebiete von Garzweiler II. Wir fotografierten die traurigen Reste von Otzenrath, den leeren Ort Holz und ein fast verlassenes Spenrath. Eine traurige Bilderreise, festgehalten für die Nachwelt.

Tagebau Hambach

Der Tagebau Hambach (in den Gemeinden Niederzier, Kreis Düren und Elsdorf, Rhein-Erft-Kreis) ist der größte von der RWE Power AG (ehemals Rheinbraun AG) zur Förderung von Braunkohle betriebene Tagebau.

Der damals noch unter dem Namen Rheinbraun bekannte Tagebaubetreiber leitete 1974 das Genehmigungsverfahren ein und konnte 1978 mit dem Aufschluss des Tagebaues beginnen. Damit ging die Umsiedlung von Ortschaften einher und das größte Waldgebiet der Jülicher Börde, der Hambacher Forst, wurde weitgehend gerodet. 1984 wurde die erste Braunkohle gefördert.

Der Tagebau fördert jährlich eine Abraummenge von 250–300 Mio. m³. Das Verhältnis von Abraum zu Kohle beträgt 6,2:1. Die geförderte Braunkohle wird über die Hambachbahn nach Bergheim-Auenheim und von dort aus weiter über die Nord-Süd-Bahn (Garzweiler) zu den Kraftwerken Niederaußem, Neurath, Frimmersdorf und Goldenbergwerk bei Hürth-Knapsack transportiert.

Sophienhöhe

Der Abraum wird zum Teil per Band zum Tagebau Bergheim befördert, der bereits ausgekohlt ist und deshalb verkippt und rekultiviert wird. Weithin sichtbares Markenzeichen des Tagebaus ist die Hochkippe Sophienhöhe, sie gilt als weltgrößter künstlich angelegter Berg, der die ebene Bördenlandschaft um 200 m überragt.

Momentan wird Abraum, der in Hambach anfällt, zum Teil durch Bandanlagen in den ausgekohlten Tagebau Bergheim geschafft, um diesen wieder aufzufüllen. Parallel wird am westlichen Rand des Tagebaus und auf der Sophienhöhe verkippt.
Blausteinsee

*Beispielfoto: Blausteinsse

Durch die Anhäufung von rund 10 km³ Material an der Sophienhöhe und durch die entnommene Kohle entsteht ein sogenanntes Restloch, das nach Abschluss der Abbautätigkeiten mit Wasser aufgefüllt werden soll.

Hier ein Video über den Tagebau Inden:

Der Tagebau Inden ist ein Tagebau der RWE Power AG zur Gewinnung von Braunkohle. Er liegt im Rheinischen Braunkohlerevier nahe Inden, zwischen Eschweiler und Jülich. Die Jahresförderung beträgt 23 Millionen Tonnen Braunkohle und dient zur Versorgung des Kraftwerks Weisweiler. Die Kohleflöze sind je 15 bis 70 Meter mächtig. Der Abbau erfolgt mit Hilfe von Schaufelradbaggern, die Wiederverfüllung vor der Rekultivierung mit Absetzern. In diesem Betrieb sind 850 Menschen beschäftigt. Voraussichtlich 2035 ist der Tagebau ausgekohlt.

Der Tagebau Inden besitzt Braunkohlereserven von 0,7 Milliarden Tonnen. Die Braunkohle entstand aus weitflächigen Wäldern und Mooren, die sich in der Niederrheinischen Bucht vor 30 bis vor 5 Mio. Jahren entwickelten. Die Geologie der Niederrheinischen Bucht ist gekennzeichnet durch langanhaltende Senkungsbewegungen in den letzten 30 Mio. Jahren, die in dieser Region zur Ablagerung eines bis zu 1300m mächtigen Sedimentpaketes durch die Nordsee und durch viele Flüsse geführt haben. Quelle:Wikipedia

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Am Beispiel des Dorfes Pier haben wir eine Fotoserie erstellt, die das jetzt fast schon unbewohnte Dorf zeigt. Hier geht es zu einer Übersicht der Bilder. Und direkt als Diashow kann man das ganze hier sehen.

Unter Tage…….

Grube Anna II, Eduardschacht [sc 00005], ursprünglich hochgeladen von acmelucky777

Die Födertürme innerhalb der Region fielen nacheinander. Dieses Gemälde zeigt den Fall des ehemaligen Förderturms der Grube Anna in Alsdorf. Mittlerweile wurde das Gelände unter anderem in einen sehr schönen Park umgewandelt. Einige Bilder dieses Park’s könnt ihr hier in einer Diashow sehen. Wär hätte damals geglaubt, dass sich unsere Region so verändern würde? Wer hätte geglaubt, dass die Energiepreise so steigen. Heutzutage würde es sich bestimmt wieder rentieren.

Die Grube Anna war ein Steinkohlebergwerk des Eschweiler Bergwerks-Vereins (EBV) in Alsdorf im nordrhein-westfälischen Kreis Aachen im so genannten Aachener Revier. Die erste Steinkohle wurde dort 1854 gefördert. 1865 übernahm der EBV die Grube, welche in späteren Jahren die wichtigste Grube des Aachener Reviers werden sollte. Westlich der Schachtanlage Anna entstand die Schachtanlage Anna II. Später wurden beide Anlagen zu einem Verbundbergwerk zusammengelegt und unterirdisch auch mit den benachbarten Gruben verbunden.

Am 21. Oktober 1930 kam es auf Anna zum schwersten Unglück in der Bergbaugeschichte im Aachener Revier und zum zweitschwersten Unglück in der deutschen Bergbaugeschichte. Eine Gasexplosion ereignete sich im Bereich des Eduardschachtes (Anna II), welche so heftig war, dass der Förderturm am Schachtausgang umstürzte und in ein umliegendes Gebäude fiel. Die Katastrophe forderte 304 zum Teil schwer Verletzte, 270 Bergleute und eine Frau wurden getötet.

Zeitweise befand sich auf Grube Anna die größte Kokerei Westeuropas.

Am 31. Dezember 1983 wurde die eigenständige Kohleförderung auf Anna eingestellt. Die Grubenbaue wurden an die Grube Emil Mayrisch in Siersdorf angeschlossen, Anna diente nur noch als Fahr- und Wetterschacht. Die Kokerei erhielt ihre Kohle ab diesem Zeitpunkt aus Siersdorf. Bei den Delmenhorst-Harpstedter-Eisenbahnfreunden (DHEF) in der Nähe von Bremen ist seit 2001 die ehemalige Werklok Anna 4 in Betrieb. Sie befördert dort die Museumsbahnzüge auf der Strecke zwischen Harpstedt und Delemhorst.

Quelle: Wikipedia

*Grube Emil Mayrisch

Die Grube wurde vom EBV errichtet, um die nördlich und östlich der vorhandenen Gruben im Besitz des EBV, den Gruben Maria und Anna, befindliche Steinkohle abzubauen. Nach Probebohrungen in den 1920er Jahren begannen 1938 die Abteufarbeiten. Der zweite Weltkrieg unterbrach die Arbeiten, sodass die Kohleförderung erst am 15. April 1952 begann. Die Förderung wurde am 18. Dezember 1992 als vorletzte Schachtanlage des Aachener Reviers eingestellt.

Die Bergleute wurden vom EBV in Siersdorf selbst sowie in den Nachbarorten Aldenhoven und Setterich angesiedelt.

In den 1960er Jahren galt die Grube als eine der modernsten und leistungsfähigsten Schachtanlagen Europas. Aus Gründen der Rationalisierung des Bergbaus im Revier wurden unterirdische Verbindungen zu den benachbarten Gruben Anna, Carl Alexander und Maria errichtet. In diesen Gruben endete dann die Förderung, sodass ab 1983 die gesamte noch vorhandene Förderung über Emil Mayrisch lief. Ein Großteil der geförderten Kohle wurde mit der Bahn nach Alsdorf gebracht und in der dortigen Kokerei zu Koks verarbeitet. Der vom EBV anfangs geplante Bau einer neuen Kokerei neben Emil Mayrisch wurde wegen der gegen Ende der 1950er Jahre beginnenden Kohlekrise nie durchgeführt.

Nördlich an das Grubengelände angrenzend befand sich ein Steinkohlekraftwerk mit einer Leistung von 150 MW. Dieses wurde 1996 stillgelegt und anschließend abgerissen. Die Bergehalde erstreckt sich über ein Gebiet von 1,5 km² und erreicht eine Höhe von 100 m über Geländeniveau. Sie unterliegt allerdings noch der Bergaufsicht und darf deshalb nicht betreten werden.

Heute erinnert nur noch das alte Verwaltungsgebäude und die nordöstlich angrenzende Bergehalde an die ehemalige Grube. Auf ihrem Gelände ist der Industriepark “Emil Mayrisch” entstanden. Im Außengelände wurde im Herbst 2005 ein etwa 1,2 km langer Autobahnabschnitt zu Filmzwecken errichtet. Mittelfristig soll noch eine Auto-Teststrecke folgen.

Aldenhoven 1970 — Dieser Film zeigt Aldenhoven wie es früher einmal war. Durch die Grube Emil Mayrisch kwurde so etwas eine eine Aufbruchsstimmnung zum leben erweckt.

*Grube Gouley

Die Grube Gouley war ein Bergwerk in Morsbach, einem Stadtteil von Würselen. Sie gehörte zu den ältesten Gruben des Aachener Steinkohlenreviers und förderte bis 1969 Steinkohle.

Die Grube wurde 1599 zum ersten Mal im Aachener Kohlwerksregister erwähnt. Eingetragen war sie damals als „Gute Ley“, was soviel wie guter Fels bedeutet. 1807 wurde sie unter der französischen Herrschaft im Rheinland als „Gouley“ neu konzessioniert. 1817 wurde die Grube durch den Fabrikanten Gerard Demet aus Lüttich gekauft, der die Grube modernisierte. 1819 ließ er die alte Wasserhaltung („Roßkunst“) durch eine Dampfmaschine ersetzen und die vorhandenen Schächte weiter abteufen. Damit wurde die Grube wieder produktiver und konnte sich 1843 mit rund 50.000 Tonnen geförderter Steinkohle an die Spitze aller Gruben des Wurmreviers setzen.

Wurmtal

* Zum vergrößern bitte auf das Bild klicken*

Der ständige Rückgang der Nachfrage aufgrund der Umstellung von Heizungen auf Öl oder Gas führte zu Absatzproblemen der Gouley-Kohle. Dennoch wurde 1964 eine neue Sohle auf 850 m eingerichtet und der Förderschacht entsprechend weitergeteuft. Schon ab 1967 wurde allerdings dann die Fördermenge stetig reduziert und die Grube schließlich am 31. März 1969 stillgelegt]. Die Schächte und Grubenbaue wurden noch einige Jahre zur Wasserhaltung der benachbarten Gruben im Wurmrevier und in den Niederlanden benötigt.

Spuren der Grube sind kaum noch zu entdecken. 1987 wurde das Zechenhaus abgerissen, auch der Betonförderturm steht nicht mehr. Er wurde am 4. August 1994 gesprengt. Die Schächte und Stollen von Gouley sind abgedeckt, unterliegen aber weiter der Bergaufsicht. Im Wurmtal findet sich noch ein Stollenmundloch von Gouley. Der 1837 entstandene Stollen dient ursprünglich der Förderung und zuletzt der Wasserhaltung der Grube. In Würselen selbst halten die „Gouleystraße“ und der „Gouleypark“ die Erinnerung an die Grube wach.

Inzwischen wird untersucht, ob die Grubenwässer der stillgelegten Gruben des Aachener Reviers zur Erdwärmegewinnung genutzt werden können. Einbezogen ist dabei auch der alte Förderschacht von Gouley .

Wurmtal
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Die Zeche Sophia-Jacoba in Hückelhoven-Ratheim gehörte zum Aachener Steinkohlenrevier und förderte von 1914 bis zu ihrer Stilllegung im Jahre 1997 Anthrazit-Steinkohle. Sie galt ab 1960 und bis zur Aufgabe des Betriebes als modernste Steinkohlenzeche Europas.

1926 war die Belegschaft auf 2161 Mitarbeiter angewachsen, 1933 gar auf 3395. Um dem gestiegenen Bedarf an Wohnraum gerecht zu werden, wurde in den Jahren 1921-1926 die Siedlung Schaufenberg erbaut. 1929 wurde eine Bergberufsschule eröffnet. 1927 begann man mit der Abteufung des Schachts 3, über dem bis 1934 ein weithin sichtbares Fördergerüst errichtet wurde. Ebenfalls 1934 wurde mit einem Fördergerüst der Schacht 4 bei Ratheim in Betrieb genommen; er diente zunächst nur als Wetter- und Materialschacht. 1937 wurden neben Ponys die ersten Dieselloks untertage eingesetzt. Der Einsatz der Grubenpferde endete aber erst 1951.



Sophia-Jacoba, Schacht 3, ursprünglich hochgeladen von AAAngst!

1973 hatte die niederländische Gesellschaft Robeco N.V die Zeche übernommen und 1990 an die Ruhrkohle AG veräußert. Obwohl die Zeche 1984 die Rekordmenge von 420.000 Tonnen “Extrazit” produzierte, wurde sie von manchen Politikern (insb. vom BRD-Wirtschaftsminister Möllemann) ökonomisch als international nicht mehr konkurrenzfähig eingeschätzt. Anfang der 1990er Jahre widersetzten sich die Bergleute mit vielfältigen Streik- und Protestaktionen den Stilllegungsplänen. Trotzdem wurde die endgültige Stilllegung der Zeche im November 1991 für das Jahr 1997 festgesetzt. Obwohl nach Schätzungen die noch vorhandenen Kohlevorräte einen weiteren Abbau für mehr als 100 Jahre ermöglicht hätten, wurde am 27. März 1997 die letzte Kohle gefördert und am 30. Juni 1997 die Zeche stillgelegt.



Kohlenwäsche Sepia, ursprünglich hochgeladen von Malik_Braun

Die unter Denkmalschutz stehenden ehemaligen Verwaltungsgebäude mussten wegen Bergschäden im Winter 2006/2007 abgerissen werden. Das Fernwärmekraftwerk am alten Zechengelände in Hückelhoven ist der einzigen noch in Betrieb befindliche Teile der Zeche und seit 1997 im Besitz des Eschweiler Bergwerksvereins EBV. Mit der Schließung der letzten deutschen Brikettfabrik am 31. März 2008 (fast genau 11 Jahre nach Einstellung des Untertagebetiebs) endet im Ratheimer und Hückelhovener Raum nun endgültig die Ära des Steinkohlebergbaus. Begründet wurde die Stilllegung durch rückläufige Zahlen im Hausbrandmarkt.

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Dies ist nur ein kleiner und sicherlich auch völlig unvollständiger Überblick. Mehr Informationen bekommen Sie unter der Domainadresse. www.traditionsverein-aldenhoven.de , oder einfach unten auf das Bild klicken !

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Steinkohle Kokerei Anna – MyVideo

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